| Europäische Union | Dieser Text beschreibt Europäische Union. Der untere Text beinhaltet die Europäische Union Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Europäische Union Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Europäische Union fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Europäische Union möglichst ausführlich zu halten.
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Europäische Union Artikel---Sidenote START---
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| Wahlspruch: In Vielfalt geeint
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| Amtssprachen
| Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch
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| Ratssitz
| Brüssel (Generalsekretariat)
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| Kommissionssitz
| Brüssel
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| Parlamentssitz
| Straßburg (Plenartagungen) Brüssel (Ausschüsse) Luxemburg (Generalsekretariat)
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| Sitz des EuGH | Luxemburg
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| Sitz der EZB | Frankfurt (Main)
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| EU-Ratspräsident | Jan Peter Balkenende (Niederlande)
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| Kommissionspräsident | Romano Prodi (ab 1.11 2004: José Manuel Durão Barroso)
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| Parlamentspräsident | Josep Borrell
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| Fläche
| 3.975 Tausend km² (Stand: 1.05 2004)
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| Bevölkerung | 455 Millionen (Stand: 1.05 2004)
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| Bevölkerungsdichte | 114 Ew. pro km² (Stand: 1.05 2004)
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| Gründung
| 1.11 1993 (EGKS: 18.04 1951) (Verfassung i.V.)
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| Währungen
| Euro; Britisches Pfund, Dänische Krone, Estnische Krone, Lettischer Lat, Litauischer Litas, Maltesische Lira, Polnischer Zloty, Schwedische Krone, Slowakische Krone, Slowenischer Tolar, Tschechische Krone, Ungarischer Forint, Zypriotisches Pfund
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| Zeitzonen
| UTC -1 bis +2, -4 bis +4 mit Außengebieten
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| Hymne
| Freude schöner Götterfunken (instrumentale Version)
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| Internet-TLD
| .EU (noch keine Domains),
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Die Europäische Union (Abkürzung: EU) ist ein Zusammenschluss von 25 europäischer Staaten mit einer Gesamteinwohnerzahl von 455 Millionen Menschen. Sie stellt - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - den größten Wirtschaftsraum der Welt dar.
Buch-Tipp: Die Europäische Union. Eine Einführung. Geschichte, Institutionen, Prozesse Ein gute Beschreibung der Europäischen Union Pfetsch zufolge hat die Idee eines vereinigten Europa schon in dem 13. Jahrhundert begonnen. Damals ging es allerdings gemeinsam gegen die Moslems in Jerusalem. In dem 15. und 16. Jahrhundert wurde der Gedanke noch einmal aufgegriffen, diesmal aber ohne gegen einen gemeinsamen Feind. Das Kapitel über das... | |
Nach Behandlungen des Nationalen Geografieinstituts Frankreichs (www.ign.fr) liegt die geografische Mitte der EU beim Ort Kleinmaischeid in dem Westerwald.
Die genaue Lage wurde mit 50° 31' 31" nördlicher Breite und 7° 35' 50" östlicher Länge angegeben.
Nach Angaben von Eurostat und Gisco (Geografisches Informations-System der Europäischen Kommission) ist eine Angabe des Zentrums der EU allerdings nicht möglich.
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In der heutigen EU werden 20 Sprachen als offizielle Amtssprachen anerkannt, mit denen alle Organe der EU kontaktiert werden können. Neben diesen existieren weitere Minderheitensprachen. Die EU erklärt, die Sprachen und Sprachenvielfalt zu achten und respektieren.
Von den Amtssprachen werden Englisch, Französisch und Deutsch als Arbeitssprachen benutzt, um die Verständigung zwischen den Mitarbeitern der europäischen Institutionen zu erleichtern.
Im europäischen Parlament können Redebeiträge in jeder Amtssprache gemacht werden; alle Reden werden in alle Amtssprachen übersetzt.
Siehe auch: Amtssprachen der Europäischen Union
Buch-Tipp: Erlebnis Wald. CD . Tierstimmen und Geräusche im Wald Entdecke auf neuartige Weise den Wald! Audio-CD inklusive Begleitheft mit Informationen, vielen farbigen Zeichnungen und Fotos, Pflanzenführer, Spurensuche und Rätselspiel. Spieldauer 78:53 Min. Ein Spaziergang durch den Wald ist ein besonderes Erlebnis. Wenn man ganz exakt hinhört, knarrt, raschelt und zwitschert es überall.... |
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| Land | Beitrittsjahr | Bevölkerung (Mio.) | Fläche (km²) | BIP (Mrd. Euro) 2003 | BIP pro Kopf (Euro) | BIP pro Kopf in KKS (EU15=100) | Sitze '04
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| Belgien
| 1958 | 10,4 | 30510 | 267,5 | 25719 | 104,3 | 22
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| Dänemark
| 1973 | 5,4 | 43094 | 187,8 | 34787 | 110,5 | 14
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| Deutschland
| 1958/1990 | 82,4 | 357021 | 2129,2 | 25840 | 96,8 | 99
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| Estland
| 2004 | 1,4 | 45226 | 7,4 | 5302 | 44,7 | 6
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| Finnland
| 1995 | 5,2 | 337030 | 143,4 | 27581 | 99,2 | 14
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| Frankreich
| 1958 | 59,6 | 547030 | 1557,2 | 26128 | 101,8 | 78
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| Griechenland
| 1981 | 11,0 | 131940 | 153,5 | 13951 | 73,8 | 24
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| Irland
| 1973 | 4,0 | 70280 | 131,9 | 32981 | 118,2 | 13
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| Italien
| 1958 | 57,3 | 301320 | 1300,9 | 22704 | 95,7 | 78
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| Lettland
| 2004 | 2,3 | 64589 | 9,2 | 3985 | 37,7 | 9
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| Litauen
| 2004 | 3,5 | 65200 | 16,1 | 4612 | 45,2 | 13
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| Luxemburg
| 1958 | 0,4 | 2586 | 23,5 | 58690 | 185,5 | 6
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| Malta
| 2004 | 0,4 | 316 | 4,4 | 11113 | 67,3 | 5
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| Niederlande
| 1958 | 16,2 | 41526 | 453,8 | 28012 | 106,1 | 27
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| Österreich
| 1995 | 8,1 | 83858 | 224,3 | 27688 | 108,5 | 18
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| Polen
| 2004 | 38,2 | 312685 | 185,2 | 4849 | 42,6 | 54
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| Portugal
| 1986 | 10,4 | 92931 | 130,8 | 12582 | 66,5 | 24
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| Schweden
| 1995 | 8,9 | 449964 | 267,4 | 30048 | 102,2 | 19
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| Slowakei
| 2004 | 5,4 | 48845 | 28,8 | 5337 | 47,6 | 14
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| Slowenien
| 2004 | 2,0 | 20253 | 24,5 | 12244 | 70,3 | 7
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| Spanien
| 1986 | 41,6 | 504782 | 743,0 | 17862 | 86,3 | 54
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| Tschechien
| 2004 | 10,2 | 78866 | 75,7 | 7420 | 63,1 | 24
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| Ungarn
| 2004 | 10,1 | 93030 | 73,2 | 7251 | 55,0 | 24
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| Vereinigtes Königreich
| 1973 | 59,3 | 244820 | 1588,7 | 26791 | 109,8 | 78
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| Zypern
| 2004 | 0,7 | 9250 | 11,3 | 16177 | 76,1 | 6
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| Gesamt (EU-25)
| 2004 | 454,6 | 3973597 | 9738,0 | 22911 | 91,8 | 730
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KKS: Kaufkraftstandards (Der Volumenindex des BIP in Kaufkraftstandards (KKS) pro Kopf wird relativ zu dem Durchschnitt der Europäischen Union (EU15), der zu 100 gesetzt ist, ausgedrückt. Ist der Indexwert eines Landes größer als 100, so hat dieses Land ein BIP pro Kopf über dem EU-Durchschnitt (und umgekehrt). (Quelle: EUROSTAT)
Sitze '04: Stand vom 26. Juli 2004.
Mitgliedsländer und Beitrittskandidaten der EU
Buch-Tipp: Handbuch EU-konformer Förderungen Um ausführliche Informationen zum Buch " Handbuch EU-konformer Förderungen" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet. |
Außereuropäische Gebiete, die der EU angehören |
- Französisch-Guayana (91 Tausend km², Landmasse in dem Nordosten Südamerikas, französisch)
- Guadeloupe, Saint Martin, Saint-Barthélemy und Martinique (Inseln in der Karibik, französisch)
- Réunion (Insel in dem Indischen Ozean, östlich von Madagaskar, französisch)
- Madeira und Azoren (Inselgruppen in dem Atlantik, portugiesisch)
- Kanarische Inseln (im Atlantischen Ozean, westlich von Marokko, spanisch)
- Ceuta und Melilla (spanische Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent an der marokkanischen Mittelmeerküste)
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Gebiete, die mit der EU in Assoziation stehen |
Buch-Tipp: TaschenAtlas Europäische Union. Alle 27 Staaten EU-Institutionen EU-Politik Knapp und bündig - aber informativ Dieser Taschenatlas von Klett probiert dem Leser einen Überblick über die neue Situation innerhalb der EU zu bieten und damit mehr Klarheit zu schaffen. Das schafft er auch; durch detallierte Landkarten, einen kurzen aber informativen Text zu dem jeweiligen Land und dann einigen Statistiken (z. B. Religionszugehörigkeit,... |
Gebiete, die unter der Verwaltung von Mitgliedsländern der EU stehen, aber der EU nicht angehören | |
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Die erste Säule: Die Europäischen Gemeinschaften | |
Durch die EG-Verträge wurden mit den Europäischen Gemeinschaften supranationale Organisationen geschaffen. Sie sind Träger eigener Rechte und Pflichten in dem Verhältnis zu ihren Mitgliedern und Drittstaaten. Durch die übertragenen Hoheitsrechte üben sie selbständig Kompetenzen gegenüber den Mitgliedsstaaten und einzelnen Bürgern aus. Bürger der Mitgliedsstaaten haben mit der Unionsbürgerschaft zahlreiche Rechten und Pflichten.
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Das Leitorgan der EU ist der Europäische Rat, er setzt sich aus den Regierungschefs aller Mitgliedsländer plus deren Außenministern zusammen. Allerdings ist dieses Gremium kein Organ in dem rechtlichen Sinne, er kann aber politische Leitlinien formulieren und vor allen Dingen Reformen des Vertragswerkes beschließen.
Gesetzgebendes Organ ist der Rat der Europäischen Union (Ministerrat). In ihm sitzen die jeweiligen Fachminister, es gibt beispielsweise den ECOFIN-Rat, im die Wirtschafts- und Finanzminister und die Notenbankchefs sitzen.
Er kann Richtlinien und Verordnungen erlassen, muss dabei aber in zunehmendem Maße mit dem Europäischen Parlament zusammenarbeiten.
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Zweite und dritte Säule: GASP und PJZS | |
Im Gegensatz zu den europäischen Gemeinschaften sind GASP und PJZS lediglich intergouvernementale Kooperationen. Sie definieren lediglich einen Rahmen für eine Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Die dabei gefassten Beschlüsse haben jedoch keine unmittelbare Wirkung, sondern müssen erst durch Rechtsakte umgesetzt werden.
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Die Abgeordneten in dem Europaparlament sind die einzigen direkt vom Volk gewählten Repräsentanten in der EU. Alle anderen Organe werden auf indirektem Wege berufen, weswegen viele Politikwissenschaftler in der EU ein Demokratiedefizit und ein demokratisches Legitimierungsproblem sehen. Zwar sind in dem Ministerrat die Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten, jedoch finden die Beratungen der Arbeitsgruppen des Ministerrats in geheimen Sitzungen hinter verschlossenen Türen statt, so dass weder die Medien direkt davon berichten können, noch gibt es Zugang für Bürger.
Zwar gibt es nach den offiziellen Ratssitzungen Presseberichte, jedoch sind selbst die Berichte von den Arbeitsgruppenbesprechungen häufig nicht der Öffentlichkeit zugänglich oder enthalten schlicht ca. oberflächliche Information. Zusätzlich werden EU-relevante Themen relativ wenig in den Medien und damit in der Öffentlichkeit diskutiert, obwohl sich z. B. die Briten nach amtlichen Umfragen mehr EU-Berichterstattung wünschen würden. Durch die EU-Verfassung soll das direkt demokratisch gewählte Europäische Parlament weiter aufgewertet werden.
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Da stets mehr Kompetenzen der einzelnen Mitgliedstaaten an die EU abgetreten werden, stellt sich zunehmend das Problem der Korruption sowie eine Diskussion über Möglichkeiten der Bekämpfung. Durch Korruption gehen jährlich viele hundert Millionen Euro aus dem Budget der Union verloren.
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Wirtschaftspolitik der EU | |
Die EU erwirtschaftet ein Viertel des globalen Bruttosozialprodukts.
Wirtschaftspolitisch setzt die EU vor allem in der Landwirtschaft und in der Förderung strukturschwacher Regionen Prioritäten: 42,5 Prozent des Haushalts gehen in Subventionen der europäischen Landwirtschaft, 36 Prozent in Strukturfonds zu dem Aufbau wirtschaftsschwacher, häufig ländlicher Regionen (Stand: 2003, Quelle: [1] (http://www.lemonde.fr/article/0,5987,3214--336190-,00.html)). Während die Strukturpolitik z.B. in Portugal und Spanien Erfolge zu verzeichnen hat, wird die Landwirtschaftspolitik als rückwärtsgewandt, teuer und entwicklungspolitisch gefährlich kritisiert. International wird die EU darum insbesondere von Entwicklungsländern und Nichtregierungsorganisationen für ihre Subventionspolitik angegriffen. Aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips von Ministerratsentscheidungen und der starken Lobby vor allem französischer Bauernverbände sind Reformversuche in der Vergangenheit in dem Wesentlichen gescheitert.
Die relativen Kosten anderer großer Aufbauhilfen Quelle: [2] (http://www.lpb.bwue.de/aktuell/eu_osterweiterung.php3#arbeit)
| Programm
| Kosten als Prozent des BIP p.a.
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US-Marshall-Plan 13,3 Milliarden US$, 1948–1951 | ~2,00 %
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Deutsche Wiedervereinigung ~500 Milliarden Euro, 1991–1998 (laufend) | ~5,00 %
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EU-Erweiterung 69,5 Milliarden Euro, 1990–2006 (laufend) | ~0,05 %
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Die EU fördert mit verschiedensten Programmen unterschiedliche Bereiche, z.B.
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Mit dem Schwerpunktprogramm "Transeuropäische Netze" (engl. Trans-European Network) wird in der EU eine bessere Vernetzung in dem Binnenmarkt und eine gewisse Vereinheitlichung des Verkehrssystems angestrebt. Ferner soll die Infrastruktur von Energie und Telekommunikation verbessert und das Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt werden.
Das TEN hat eine Laufzeit von 1995 bis 2010 . Das Netz bezieht sich auf Straßen, Eisenbahnstrecken, Binnenwasserstraßen, das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz (ICE usw.), den kombinierten Verkehr verschiedener Verkehrsträger, Häfen, Flughäfen, Güterterminals, sowie Verkehrsmanagement, Infosysteme (GIS) und die Navigation mit 30 künftigen Galileo-Satelliten.
Derzeit überarbeitet die EU das Transeuropäische Transportnetz (TEN-T); seine Leitlinien und 14 Hauptprojekte sollen 2004/5 entschieden sein und betreffen hauptsächlich Bahnstrecken und Autobahnen, Wasserstraßen, den Güterverkehr und Informationssysteme.=== Die neue Währung Euro ===
Am 1.01 1999 wurde die Gemeinschaftswährung Euro in den teilnehmenden Staaten als Buchungsgrundlage eingeführt. Ab dem 1.01 2002 ersetzt der Euro die nationalen Währungen in den zwölf teilnehmenden Staaten der EU. Schweden, das Vereinigte Königreich und Dänemark sowie die am 1.05 2004 neu hinzugekommenen EU-Staaten nehmen (zunächst) nicht an der Europäischen Währungsunion teil.
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Zur Finanzierung der Ausgaben der Europäischen Union verfügt diese über so genannte Eigenmittel, die man auch als Steuereinnahmen definieren könnte. Sie werden vor allem aus Beiträgen der Mitgliedsstaaten erzielt, zu kleinen Teilen auch aus eigenen Einnahmen, etwa aus Zöllen. Die Eigenmittel fließen der EU automatisch zu, es bedarf hierfür keines Beschlusses der einzelstaatlichen Behörden.
Die Hauptbeiträge der Mitgliedsstaaten werden nach zwei Gesichtspunkten bemessen. Zu dem einen wird ein Anteil der Staatseinnahmen aus Umsatzsteuern/Mehrwertsteuern an die EU abgeführt. Zu dem anderen werden die notwendigen Einnahmen proportional zu dem Bruttoinlandsprodukt der Staaten abgeführt (die EU darf keine Kredite aufnehmen). Diese letzteren Einnahmen stellen den größten Anteil dar.
In beiden Fällen werden unterschiedliche Bemessungsverfahren in den Staaten berücksichtigt. Eine Ausnahme stellt hier Großbritannien dar, das seit 1984 zwei Drittel seiner Nettobeiträge (d.h. Beiträge vermindert um erhaltene Zahlungen) zurückerstattet bekommt.
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Geschichtliche Entwicklung | |
Im Jahr 1988 wurde das System der Gemeinschaftsfinanzierung in der heutigen Form festgelegt. Insbesondere wurde eine neue Einnahme auf der Grundlage des BSP eingeführt, die sich durch Anwendung eines bestimmten Satzes auf die Summe der BSP aller Mitgliedstaaten bemisst. Außerdem wurde das Wachstum der abzuführenden Eigenmittel eingedämmt. Mit Beschluss vom 24.06 1988 wurde eine Gesamtobergrenze eingeführt, die 1992 1,20 Prozent des Gesamtbetrags des BSP der Gemeinschaft erreichte.
Am 31.10 1994 erging ein neuer Beschluss über das System der Eigenmittel, so dass die Obergrenze bis 1999 schrittweise auf 1,27 Prozent des BSP anstieg, gleichzeitig wurde der einheitliche Mehrwertsteuer-Eigenmittelsatz schrittweise von 1,4 Prozent auf 1 Prozent gesenkt. Mit Ablauf des Finanzrahmens 1993–1999 hat der Europäische Rat von Berlin am 24. und 25. März 1999 sich auf eine neue Finanzielle Vorausschau 2000–2006 geeinigt. Es wurde ein neuer EigenmittelBeschluss gefasst, der seit der Ratifizierung durch alle nationalen Parlamente am 1.01 2002 in Kraft trat.
Der Ausgleich für das Vereinigte Königreich wurde genauso beibehalten wie die auf 1,27 Prozent des BSP festgesetzte Eigenmittelobergrenze. Aber es wurden eine Reihe von Änderungen bezüglich der Finanzierung des Haushalts und der Finanzierung des britischen Ausgleichs eingeführt. In dem Bereich der Haushaltsfinanzierung war vorgesehen, ab dem 1. Januar 2001 den Prozentsatz der traditionellen Eigenmittel, den die Mitgliedstaaten zur Deckung der Erhebungskosten einbehalten dürfen, von 10 Prozent auf 25 Prozent anzuheben und den maximalen Abrufsatz für die Mehrwertsteuer-Eigenmittel auf 0,75 Prozent in den Jahren 2002 und 2003 und auf 0,50 Prozent ab 2004 herabzusetzen. Die Finanzierung des britischen Ausgleichs durch die anderen Mitgliedstaaten wurde insofern geändert, als der Anteil Österreichs, Deutschlands, der Niederlande und Schwedens an der Finanzierung auf 25 Prozent ihres normalen Anteils reduziert wird.
Im Zuge der Festlegung des Finanzrahmens 2007–2013 wird von der Kommission ein neuer Korrekturmechanismus gefordert, der den seit 1984 existierenden Sonderrabatt für das Vereinigte Königreich ablösen soll. Dieser brachte dem Königreich jährlich 4 Milliarden Euro Ersparnis. Die Neuregelung würde stufenweise zwischen 2008 und 2012 eingeführt und sähe vor, den Geberländern deren Nettobeitrag 0,35 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung überschreitet, 2/3 des überschreitenden Betrags zu erstatten. Die Finanzierung dieser Erstattung soll aus dem allgemeinen EU-Haushalt erfolgen. Die Kommission hat errechnet, dass der Anteil in dem Falle des Vereinigten Königreiches von 0,25 Prozent auf 0,46 Prozent ansteigen würde, in dem Falle Deutschlands auf 0,49 %.
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Künftiger Finanzrahmen der EU | |
(für die Jahre 2007 bis 2013 in Mrd. EUR gemäß Vorschlag der Kommission)
| Jahr | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013
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| Zahlungsermächtigung | 124,6 | 136,5 | 127,7 | 126,0 | 132,4 | 138,4 | 143,1
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| Verpflichtungsermächtigung | 133,6 | 138,7 | 143,1 | 146,7 | 150,2 | 154,3 | 158,4
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| Deutscher Finanzierungsanteil | 26,9 | 29,5 | 27,5 | 27,1 | 28,5 | 29,7 | 30,7
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| Österreichischer Finanzierungsanteil | | | | | | |
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Ausführlichere Informationen über den Haushalt der Europäischen Union finden Sie hier: [3] (http://europa.eu.int/comm/budget/furtherinfo/index_de.htm)
Siehe auch: Euro-Stabilitätspakt
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